| Der Anlass
Auf Initiative des UWB "Pro Rangsdorf"
wurde zum bundesweiten "Tag des offenen Denkmals" das
Bücker-Flugzeugwerk durch die Gemeinde Rangsdorf in Zusammenarbeit
mit der BBG geöffnet. Unser Verein wurde um Teilnahme gebeten,
um vor Ort den Besuchern Auskunft über die Geschichte der historischen
Bauten zu geben. Um den Besuchern auch die Möglichkeit zu geben,
sich die hier ehemals produzierten Flugzeuge anzusehen, wurden mehrere
Bücker- Besitzer von uns nach Rangsdorf eingeladen. Es war
die Landung folgender Flugzeuge geplant:
- CASA 1.131E (spanischer Lizenzbau der BÜ131),
Pilot Herr Rosenberg
- CASA 1.131E, Pilot Herr Wimmer
- Pitts Special (Kunstflug-Doppeldecker), Pilot Herr Häusler
- Gomhouria 181 MK 6 (ägyptischer Lizenzbau der BÜ181
), Pilot Herr Niebsch
- BÜ 131 T (polnischer Neubau BÜ131), Pilot Herr Rötzer
- Motorsegler (Nachbau BÜ-Student ...?!?), Pilot Herr Fritsch
Die Außenlandegenehmigung für diese Flugzeuge
ist durch unseren Verein bei der zuständigen Landesluftfahrtbehörde
eingeholt worden. Die Vorbereitung des Flug- und Vorfeldes wurde
ebenfalls durch Vereinsmitglieder realisiert, wobei hier auf die
uneigennützige Hilfe der Familie Steinberg (Landschaftsbau
Steinberg in Zossen) und die der Agrargenossenschaft Groß-Machnow
hingewiesen werden soll. Ohne diese schnelle technische Hilfe wären
wir wohl an der kurzfristigen Vorbereitung des Flugfeldes gescheitert.
Vielen Dank an dieser Stelle!
Die Veranstaltung
Ab 10.00 Uhr war das Gelände geöffnet.
Mitglieder des UWB "Pro Rangsdorf" wiesen die Besucher
in die örtlichen Gegebenheiten ein und zählten im Laufe
des Tages über 1000 Gäste. Und das bei Wetterbedingungen,
bei denen man nicht mal seinen Hund vor die Tür setzt. Temperaturen
um 10 Grad, verbunden mit heftigen Winden und immer wieder Regenschauern
machten wohl allen Veranstaltern das Leben schwer. Das Interesse
an dieser historischen Luftfahrtstätte ist also ungebrochen.
Das extrem schlechte Wetter machte es auch einigen Piloten unmöglich,
ihren geplanten Flug nach Rangsdorf anzutreten. Herzliche Grüße
aus Rangsdorf also an die Herren Wimmer, Niebsch, Rötzer und
Fritsch. Ihnen war die Landung an diesem Tag auf dem historischen
Flugfeld nicht vergönnt - unser Mitgefühl ist Euch gewiss!
"Kommt denn noch ein Flugzeug?", war wohl die meist gestellte
Frage der vielen Besucher. Wir wussten es selber nicht und "trösteten"
uns am Bierwagen des Seebad-Casinos, welcher durch Herrn Glendenberg
am Bücker-Verwaltungsbau aufgestellt worden war. (Besten Dank
für die Idee mit dem Glühwein im September!)
Kurz vor 13.00 Uhr war dann endlich der ersehnte Sound über
dem Rangsdorfer Flugplatz zu vernehmen. Herr Häusler kündigte
sich mit seiner Pitts eindrucksvoll an, bevor er diese sanft auf
die eingemähte Piste setzte. "Das ich hier einmal landen
würde ..." war Pauls trockener Kommentar beim Öffnen
der Haube. Wer mehr über diesen sympathischen Kunstflugpiloten
erfahren möchte - unter www.privatpilot.de
werden Sie fündig!
15 Minuten nach der Ankunft der Pitts trauten wir unseren Ohren
nicht. "Rangsdorf Tower, die Bücker D-EFJR 5 Minuten westlich
des Platzes" war da plötzlich Jochen Rosenberg im Funk
zu hören. Eine absolute Meisterleistung war von diesem Piloten
vollbracht worden. Mehrere Stunden Kampf mit den Naturgewalten lagen
hinter ihm und seinem Begleiter als er gegen 13.15 Uhr seinen Doppeldecker
auf historischem Boden landete. Mit einem lauten Hurra-Brüller
während des Ausrollens ließ er seinem privaten Traum
Wirklichkeit werden - einmal in Rangsdorf landen!
Beide Flugzeuge wurden vor der alten Einfliegerhalle zur Ausstellung
gebracht und die Piloten durch den 1.Vorsitzenden unseres Vereins,
Knut Hentzschel, herzlich begrüßt. Dies wäre eigentlich
die Aufgabe des Rangsdorfer Bürgermeisters oder seines Stellvertreters
gewesen ! Gerade die politischen Entscheidungsträger des Ortes
konnten sich heute wieder davon überzeugen, welches Potenzial
in dieser historischen Stätte der Luftfahrt steckt, wenn man
sie fliegerisch nutzt. Immerhin - einige haben die Gelegenheit genutzt,
andere eben nicht.
Viel zu schnell verging die gemeinsame Zeit, gegen 15.00 Uhr wurden
die Flugzeuge zum Rückflug vorbereitet. Hatte Herr Rosenberg
doch einen langen Rückflug (welchen er bei den Wetterbedingungen
aber nicht nonstop zurücklegen wollte) vor sich, so plante
Herr Häusler etwa 15 min für den Rückflug nach Fürstenwalde
ein. Allen Interessierten sei ein Besuch dieses Flugplatzes empfohlen.
Historischer Flugzeugbau wird in Fürstenwalde mit großem
Erfolg betrieben. |