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Carl Clemens Bücker, geboren am 11. Februar 1895 in Ehrenbreitenstein,
heute Koblenz, erlebte nicht mehr den Abzug des Militärs aus
seinem Werk, welches enteignet worden war. Er starb am 3. März
1976 und wurde in Koblenz beigesetzt. 1994 wurde das Bücker-Werk
und der gesamte Flugplatz Eigentum der Bundesrepublik Deutschland
und Ende 1999 dem Land Brandenburg übergeben, nachdem die Gemeinde
Rangsdorf eine Übernahme abgelehnt
hatte. Die von den sowjetischen Streitkräften genutzten, denkmalgeschützten
Werkswohnungen sowie zwei später errichtete Wohnblöcke
wurden inzwischen durch die Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG saniert.
Mit 90% Förderung wurde hier bis zum Sommer 2001 ein sehr schöner
Wohnpark geschaffen.
Das
Aero-Club-Haus mit großem Grundstück direkt am
Rangsdorfer See wurde von einer Schule in Freier Trägerschaft
für 800 000 DM noch vom Bundesvermögensamt erworben. Hier
beginnt ab September der Schulbetrieb. Zu diesem Zweck wurde eine
von den sowjetischen Streitkräften errichtete Turnhalle umgebaut,
welche jetzt über 4 Unterrichtsräume verfügt. Es
wurden Wohnhäuser neu gebaut.
Im Aero-Club-Haus haben inzwischen die Arbeiten begonnen. Das Gebäude
wurde entkernt und Schwammbeseitigung im Anbau durch teilweisen
Erneuerung der alten Bausubstanz durchgeführt. Auch das Dach
ist bereits neu gedeckt. Neue schwarze Dachziegel, deren Aussehen
sich weitestgehend an den Original-Dachziegeln orientiert, künden
schon vom weitem vom Baufortschritt.Im Sommer sollen alle Fenster
eingesetzt und das Gebäude neu verputzt sein.
Der Innenausbau wird dann im Herbst und Winter 2002/2003 erfolgen.
Das Aero-Club-Haus wird dann ab Mitte 2003 in den Schulbetrieb aufgenommen.
Es wird die Mensa (mit originaler Innenausstattung wie zu Zeiten
des Bücker-Werkes), eine Bibliothek, die Küche, die Schulverwaltung
sowie 4 Unterrichtsräume beherbergen. Über die Baumaßnahmen
kann man sich auch direkt unter www.seeschule.de
informieren.
Einen furchtbaren Anblick liefern inzwischen die Bauten des Bücker-Flugzeugwerkes.
Nachdem die Gemeinde die Ansiedlung der Bücker-Neuproduktion
verhindert hat, sind die Gebäude dem Verfall preisgegeben.
Es gibt aktuell kein Nutzungskonzept oder Investoren. Die Dächer
der Werkshallen werden den kommenden Winter nicht überstehen.
Vor einem Betreten muss wegen Einsturzgefahr dringend gewarnt werden.
Die einzige Ausnahme bildet hier der Verwaltungsbau. Seit April
2001 sind hier 20 ABM-Kräfte beschäftigt, welche das Gebäude
für eine komplette Sanierung vorbereiten. Diese Maßnahme
ist ein Ergebnis des Versuches der Bücker-Neufertigung in Rangsdorf.
Die Berliner BTG-Consult, welche eng mit der Bücker- Flugzeugbau
GmbH in diesem Projekt zusammenarbeitete, hat auch nach dem Scheitern
des Gesamtprojektes an dieser Maßnahme festgehalten. Ein Investor
ist ebenfalls gefunden, welcher das Gebäude zur Nutzung als
Sitz des Amtes Rangsdorf und der Gemeindeverwaltung wieder herstellen
möchte. Dies wäre eine höchst erfreuliche Lösung
für dieses denkmalgeschützte Gebäude, nutzt doch
die Gemeinde derzeit ebenfalls gemietet Räume im Verwaltungsbau
der Bau-Union in Rangsdorf. Dem Vernehmen nach zeigt die Gemeinde
aber keinerlei Interesse an dem Gebäude, sodass dessen zukünftige
Nutzung ebenfalls ungeklärt ist.
Bleibt zu hoffen, dass die intensiven Bemühung von Herr Sobczak
mit seiner "IG Rangsdorf ohne Flugplatz" und mehrerer
Mitglieder der Rangsdorfer Fraktionen der PDS und SPD bald Erfolg
haben. Diese hatten nach Scheitern der Bücker-Neufertigung
den Rangsdorfer Bürgern versprochen, sich um eine Nutzung des
Flugplatzes und des Flugzeugwerkes zu kümmern. Entsprechende
Hinweise dazu finden Sie in unserem umfangreichen Pressearchiv.
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