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Märkische Allgemeine
Zeitung vom 16. September 2008
Gudrun Schneck zur Umnutzung denkmalgeschützer
Bauten
Raumpioniere
Wahrscheinlich wissen es die wenigsten Rangsdorfer: In ihrem Ort
wohnt ein junger Maler, der mit seinen Bildern Ausstellungen in
den USA, in Großbritannien oder auch Japan füllt. Wer
André Butzers Werke sehen möchte, hat dazu im April
in der Berliner Galerie Baudach die Gelegenheit. André Butzer
und seine Frau Maja sind Künstler und – wie Ministerin
Wanka anerkennend sagte – gleichzeitig „Raumpioniere“
für die Rückeroberung eines verlassenen Areals.
Die Ex-Militärfläche Rangsdorf sucht dringend
Investoren. Die Sanierung von Werkswohnungen und von Plattenbauten
aus der Zeit der sowjetischen Stationierung sowie der begonnene
Bau von Eigenheimsiedlungen können nicht darüber hinweg
täuschen, dass der Kern des Werksgeländes weiter einer
Nutzung harrt. Umso unverständlicher ist, dass die Brandenburgische
Bodengesellschaft zunächst nur großflächig verkaufen
und das Künstlerehepaar abweisen wollte. Dabei kann eine kleinteilige
Nutzung viel bereichernder für Rangsdorf sein. Kurz nach dem
Truppenabzug wollten schon einmal kleine Firmen auf die Militärfläche
und erhielten einen Korb. Jetzt würden sie wahrscheinlich mit
offeneren Armen empfangen.
Vor dem einstigen Bücker-Bürohaus blühen
jedenfalls schon Rosen . . .
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