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Märkische Allgemeine Zeitung vom 17. April
2002
In vier Jahren sollen militärische Altlasten
verschwunden sein
Flugplatzareal wird "entschärft"
Rangsdorf Acht Jahre nach dem Abzug russischer
Militärs vom Flugplatz Rangsdorf lauern dort immer noch Gefahren
für die Umwelt. In den nächsten vier Jahren sollen die
Altlasten, die von ehemaligen Tanklagern, einer Galvanikwerkstatt
und einer Müllkippe ausgehen, beseitigt werden. Das versprach
am Montag Thorsten Kallnischkies von der Bandenburgischen Bodengesellschaft
(BBG) bei einer Veranstaltung, wozu der Unabhängige Wählerbund
Pro Rangsdorf eingeladen hatte.
Die BBG als Treuhänder der Ex-Militärliegenschaft hat
dem Landkreis und dem Amt Rangsdorf einen Sanierungsvertrag vorgeschlagen,
der voraussichtlich Mitte Mai unterschriftsreif ist. Die BBG schätzt
den Arbeitsumfang auf eine Million Euro. "Altlastenfreiheit
ist eine wichtige Voraussetzung, um das Areal endlich für Investoren
interessant zu machen", betonte Heide Wolffgramm vom Unabhängigen
Wählerbund einleitend.
Wie Thorsten Kallnischkies berichtete, wurde die 1,4 Quadratkilometer
große Fläche detailliert untersucht. Mehr als 60 Grundwasserpegel
ermöglichen die Ortung von Schadstoffquellen.
Drei Tankanlagen sollen entsorgt, der verunreinigte Boden ausgekoffert
und ausgetauscht werden. Die Sanierung einer Deponie im Süden
des Geländes muss vollendet werden. Unklar ist, wie mit den
Schwermetallrückständen im einstigen Galvanik-Gebäude
verfahren wird. Kallnischkies: "Zur Zeit besteht keine direkte
Gefahr fürs Grundwasser. Allerdings wäre es sinnvoller,
nicht nur die Rohre zu spülen, sondern das desolate Gebäude
abzubrechen, um an den belasteten Boden heranzukommen. Darüber
muss es noch Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde geben."
Geplant sei, dieses Jahr einen aus der Garnisonszeit stammenden
Fäkaliengraben zu entschlämmen und zu verfüllen.
Außerdem soll das Rohrsystem zum Zülowkanal gereinigt
werden. Details zur Finanzierung dieser Maßnahme seien noch
zu regeln. zurück
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