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Märkische Allgemeine Zeitung vom 22. Januar
2002 (Artikel 2)
Flugtage zu Pfingsten abgelehnt
Rangsdorf sieht jetzt mehr Spielraum zur Entwicklung
des GUS-Gebietes
Rangsdorf "Wir haben jetzt einen wesentlich
größeren Spielraum zur Entwicklung unseres Konversionsgebietes",
zeigte sich Matthias Pilz (SPD) nach der jüngsten Rangsdorfer
Gemeindevertretersitzung zufrieden. Erfreut habe seine Fraktion
zur Kenntnis genommen, dass vor allem die Untere Denkmalbehörde
kompromissbereit war. Gegenüber seiner ursprünglichen
Meinung hatte nämlich der Kreis seine Aussagen präzisiert
und gesteht Rangsdorf nun eine Wohnbebauung am angrenzenden Flugfeld
zu.
Mit seinem Beschluss über die Abwägung noch ausstehender
Stellungnahmen und Einwände einiger Träger öffentlicher
Belange hat der Rangsdorfer Gemeinderat jetzt einen beschlussfähigen
Flächennutzungsplan in der Tasche. Knackpunkte, wie der Denkmalschutz
zum Flugfeld oder Einwände von der Forst, sind vom Tisch, so
dass sich die große Mehrheit unter Beifall des Publikums für
das zukunftsweisende Papier aussprach. Nun kann der Plan, zu ihm
gehört auch der Landschaftsplan, der Genehmigungsbehörde
überstellt werden. "Jetzt ist eine städtebauliche
Entwicklung auf dem GUS-Gebiet möglich", war auch Manfred
Wäsche (CDU) nach der Abwägung sichtlich erleichtert.
Er verwies auf ausführliche Diskussionen mit den beiden Planungsbüros.
Schließlich sei die Verwertung der GUS-Flächen ein Wettrennen
mit der Zeit. Mit der Zustimmung des Gemeinderates erhalten der
Investor Gewobag und Grundstückseigentümer im Rangsdorfer
Südwesten ein klares Signal. Denn sollte der Flächennutzungsplan
bestätigt werden, wollen sie loslegen. Sie haben nun ein Mindestmaß
an Planungssicherheit, denn als erstes steht der Kauf von Flächen
an. Eine deutliche Abfuhr erteilte die Mehrheit der Gemeindevertreter
einem Antrag von Jochen Kassner und Tasso Krewel.
Sie wollten zu Pfingsten Flugtage und ein Oldtimer-Euro-Treffen
auf dem Flugfeld Rangsdorf durchführen. "Ich habe schon
wieder das Gefühl, aufs Kreuz gelegt zu werden. Für die
Flugschau liegt nichts vor, was auch nur den Namen Konzept verdient",
kennzeichnete Bürgermeister Peter Gleich (DPR) die Situation.
Dem hatten die meisten Abgeordneten auch in Verbindung mit dem Flächennutzungsplan
wenig hinzuzufügen, selbst ein aktives Bücker-Vereins-Mitglied
sagte ganz entschieden Nein. Bereits im Vorfeld der Versammlung
hatte die SPD-Fraktion signalisiert, diese Beschlussvorlage abzulehnen.
Für sie steht fest, dass der jetzt beantragte Flugtag ein weiterer
Versuch ist, durchs Hintertürchen an benötigte Genehmigungen
heranzukommen, um schrittweise einen Flugbetrieb in Rangsdorf zu
etablieren.
"Die so genannte Flugplatzbetreibergesellschaft Rangsdorf in
Gründung versucht bereits seit 1993/94, eine Nutzungsverfügung
über das ehemalige Bücker-Gelände zu erhalten",
hatte vor der Abstimmung Klaus Sobczak von der Bürgerinitiative
Rangsdorf ohne Flugplatz erklärt. Er wies darauf hin, dass
es mehrere Anträge zur Einrichtung eines Flugplatzes in Rangsdorf
gegeben hat. Diese hätten zwar unterschiedliche Absender, doch
hinter allen Anträgen tauche immer wieder der gleiche Name
auf: Jochen Kassner. zurück
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