|
Märkische Allgemeine Zeitung vom 26. August
2002
Am Flugsimulator konnte man Pilot sein
Lange Nacht der Museen in Rangsdorf am Sonnabend
fand bei Besuchern Gefallen
SIEGFRIED WIETSTRUK
Rangsdorf Zum erneuten Male hatten die Fördervereine
Bücker-Luftfahrt-Museum und Europäisches Eissegel-Museum
am Samstag zu einer "Langen Nacht der Museen" eingeladen.
Begrüßt wurden die Gäste von den beiden Vereinsvorsitzenden
Knut Hentzschel und Stefan Rothen. Der Zutritt zum Doppelmuseum
war eintrittsfrei, das nutzten allein über 100 Besucher, angesichts
einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen in nächster Umgebung
durchaus ein Erfolg. Damit konnten in diesem Jahr bereits mehr als
1000 Besucher gezählt werden.
Vertreter beider Vereine führten durch die Ausstellungen, was
dankbar angenommen wurde. Immer wieder konnte man in Gesprächen,
ob von alteingesessenen Rangsdorfern, von Neubürgern des Ortes
oder von Besuchern von außerhalb, anerkennende Worte über
den Umfang der Exponate und die Fülle von Informationen durch
die Sammlungen hören. Natürlich gab es beim Besuch der
luftfahrtgeschichtlichen Ausstellung auch stets Fragen nach der
weiterhin offenen Zukunft des Flugplatzes und des Bücker- Geländes.
Ebenso interessierte viele, ob denn nun Bücker- Flugzeuge im
Zusammenhang mit dem " Tag des offenen Denkmals" zu erwarten
seien. Noch konnte auch diese Frage nicht abschließend beantwortet
werden.
Im Außenbereich hatte das "Seebad-Casino" erneut
nicht nur für Sitzgelegenheiten und die Beleuchtung, sondern
auch für die Versorgung dazu beigetragen, dass Veranstaltungsbesucher
in aller Ruhe auch auf einer großen Leinwand die Videos beider
Vereine, so beispielsweise über die deutschen Meisterschaften
im Eissegeln oder die Bücker- Flugzeuge während der ILA
2002, verfolgen konnten. Außerdem gab es zahlreiche Gespräche
zwischen den Mitgliedern der beiden Vereine wie auch mit den Besuchern.
An einem Flugsimulator gab der Bücker-Verein Gelegenheit, ohne
ein ernsthaftes Risiko für Leib und Leben sowie Maschine sich
als Pilot zu erproben. Wer den Weg zum abendlichen Strand fand,
erlebte hier Modellschiffe in Aktion auf der spiegelglatten Fläche
des Rangsdorfer Sees. Rainer Weigmann und seine Freunde aus Königs
Wusterhausen, inzwischen in Rangsdorf alte Bekannte, demonstrierten
hier, wie ihre Modelle gehorsam den Befehlen per Funksteuerung folgten.
Am Strand hatten auch die Dahlewitzer "Sternengucker"
um Wolfgang Scholz ihr Fernrohr aufgebaut. Aber die Dunstschicht
verhinderte das Vorhaben, möglichst vielen einen Blick in ferne
Welten zu ermöglichen. Dennoch auch ihnen wie allen anderen
Beteiligten an diesem Abend, der für einige tatsächlich
zur langen Nacht wurde, ein herzliches Dankeschön. Schade nur,
dass der Bürgermeister von Rangsdorf bei dieser Veranstaltung
nicht begrüßt werden konnte. Fotos
/ zurück
|