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des Förderverein Bücker-Museum
Rangsdorf e.V.
vom 08. Februar 2005
Sonderausstellung Carl Clemens Bücker im Museum Rangsdorf
Rangsdorf. Am 11. Februar 1895 wurde in Ehrenbreitstein
am Rhein, heute Stadtteil von Koblenz, Carl Clemens Bücker
als Sohn des Militärarztes Dr. Georg Bücker und seiner
Frau Louise geboren. Anlässlich seines 110. Geburtstages wird
der Förderverein Bücker Museum Rangsdorf e.V. eine Sonderausstellung
mit dem Titel "Carl Clemens Bücker. Vom Marineflieger
zum Unternehmer und Flugzeugkonstrukteur" als eine Ergänzung
zur Dauerausstellung des Bücker Luftfahrt Museums eröffnen.
Dank neuer Fotos und Dokumente aus dem Nachlass, zur Verfügung
gestellt von Neffen des fast ein Jahrzehnt in Rangsdorf tätigen
Chefs der Bücker Flugzeugbau GmbH, wurde es möglich, detaillierter
als bisher den Lebensweg dieses Mannes darzustellen, der durch den
Bau und Export seiner Sport und Schulflugzeuge den Ort weltweit
bekannt machte. Beginnend mit den Kinder und Jugendjahren, darunter
mit einem interessanten Schulzeugnis, wird Bückers Weg als
Seekadett und während des Ersten Weltkrieges als Fähnrich
auf einem Schlachtschiff und als Offizier bei den Marinefliegern
der Kaiserlichen Marine bis zum Ende des Kaiserreiches 1918 nachgezeichnet.
Informiert wird über seine schwedische Zeit ab 1921, die ihn
vom erneuten Marineflieger zum Unternehmer werden ließ, der
zunächst Flugzeuge in Lizenz baute, um dann mit eigenen Flugzeugkonstruktionen
zu beginnen. Nach dem Verkauf seines Werkes in Stockholm während
der Weltwirtschaftskrise gab es in Berlin Johannisthal einen Neuanfang
unter erschwerten Bedingungen, bis 1935 dann das neue Werk in Rangsdorf
bezogen werden konnte. Die Ausstellung informiert über die
Produktion an beiden Standorten, über das Ende des Werkes mit
dem Kriegsende und über Bückers deutschschwedische Nachkriegszeit
bis zu seinem Tod am 3. März 1976 wie auch darüber, wie
in Koblenz und in Rangsdorf an Carl Clemens Bücker erinnert
wird. Ergänzend zu den Schautafeln werden in einer Vitrine
unter anderem weitere Dokumente und Modelle von Bücker Flugzeugen
gezeigt. Es wird auch sichtbar gemacht, dass Bücker für
seine Verdienste um die Entwicklung der schwedischen Flugzeugindustrie
ausgezeichnet wurde und als eine herausragende Persönlichkeit
sowohl der deutschen als auch der schwedischen Luftfahrtgeschichte
betrachtet wird. Das gilt auch angesichts seines Wirkens in der
Zeit, in der in Deutschland auch das Wissen und Können von
Unternehmern und Konstrukteuren für eine verbrecherische Politik
missbraucht wurde. Die Sonderausstellung ist ab 12. Februar zu den
Öffnungszeiten Mittwoch, Samstag und Sonntag von 13,00 bis
17,00 Uhr zu besichtigen.
K. Hentzschel
1. Vorsitzender
Förderverein Bücker-Museum
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