| "Ich kann nicht glauben, was ich hier sehe!“ Das
war der beigeisterte
Ausruf eines griechischen Teilnehmers beim Anblick des herrlichen
Flugplatzes am ZAR. So erging es wohl allen
Modellpiloten und das waren in diesem Jahr erstmals über Einhundert,
welche meist in Begleitung ihrer Familien aus Griechenland, Tschechien,
Polen und Deutschland angereist waren.
Der gastgebende Segelflugverein stellte uns wieder den kompletten
Sportflugplatz mit Hangarflächen und Werkstatt zur Verfügung.
Herzlichen Dank an Bogdan Drenda und sein Team für die freundliche
Aufnahme! >> www.glidezar.com
Für die ganz pünktlichen wurde am Mittwoch eine Busreise
nach Krakau angeboten. Wir besuchten das dortige Luftfahrtmuseum,
welches zu seinen Schätzen auch Stücke aus der ehemaligen „Göring-Sammlung“ zählt.
 Es
folgte ein Spaziergang entlang der Weichsel in die phantastische
Krakauer Altstadt, die man unbedingt einmal
gesehen haben muss.
Zurück im Hotel wurden wir durch ein großes Flugmodell
mit herrlichem Sound begrüßt. Jörg Masche war
inzwischen angereist und hatte seine große Wilga im Maßstab
1:3 dabei. Im deren Bug blubberte ein 210 ccm Sternmotor. Jörg
beherrscht das Modell perfekt und konnte es kaum erwarten, große
Segler
in ihr Element zu bringen – nun, er sollte viel
zu tun bekommen (VIDEO).
Ab Donnerstag trudelten weitere Teilnehmer ein. So auch Heiko
Baumgärtner
mit seinen riesigen Nachbauten polnischer Segelflugzeuge (www.hb-modellbau.de).
Er war mit seinen Kumpels Gerd und Rene angereist. Aus dem großen
Anhänger holten sie dann Bocian, Puchacz, Jantar, Fox und
auch noch eine Wilga zum schleppen. Spätestens jetzt war
klar, dass hier am Wochenende eine Modellflugschau auf hohem
Niveau stattfinden
würde.
Am Samstag zum Pilotenbriefing konnten wir dann viele alte Bekannte
aus der polnischen Modellflugszene begrüßen. Der Bürgermeister
der Gemeinde dankte uns für unsere Teilnahme und wünschte gutes Gelingen – eine
nette Geste die wir zu schätzen
wissen. Das Modellbauteam aus Krakau überraschte uns in
diesem Jahr mit einem Geschenk. Der aufmerksame Leser
erinnert sich. Wir
hatten den Jungs
beim Treffen 2003 einen Benzinmotor ZG38 überreicht.
Inzwischen haben sie gemeinsam ein Modell dafür gebaut.
Die PZL S-4 „Kania“. Das Original wurde früher
am Zar als Schleppflugzeug eingesetzt. Ein Rumpf für das
Modell mit kompletter Baudokumentation fand nun seinen Weg von
Krakau
nach Rangsdorf, vervollständigt mit dem Krakauer Drachen
als Glücksbringer.
Dankeschön!
Die Flugveranstaltung am Samstag
und Sonntag war durch die Verantwortlichen perfekt vorbereitet
worden. Stellvertretend möchte ich hier
Piotr Piechowski (www.piotrp.de)
und Roman Bialoskorski nennen. Die beiden haben mit Ihren Helfern
einen super Job gemacht. Von der Senderabgabe mit Frequenzkontrolle über
die Flugleitung bis zur Moderation, es hat alles geklappt. Das
war sicherlich nicht immer einfach, hatten doch viele Teilnehmer
keinerlei Erfahrung mit einer Flugveranstaltung dieser Dimension.
Geboten wurde den zahlreich erschienen Besuchern alles, was Modellflug
zu bieten hat. Da hier der Bau von Segelflugmodellen sehr verbreitet
ist, wurde natürlich viel F-Schlepp gezeigt. Tino begeisterte
in diesem Jahr mit einer neuen Kunstflugmaschine. Er bohrt nun
eine Extra300 durch die Luft, natürlich in gewohnt gekonnter
Weise. Obwohl eine Modellturbine offensichtlich immer wieder eine
technische Herausforderung ist, konnte Tino auch diese vorführen.
Für den Samstag hatten sich die Veranstalter etwas ganz besonderes
einfallen lassen. Jerzy Makula, mehrfacher Weltmeister im Segelkunstflug,
flog eine perfekte Kür über dem Platz mit anschließender
Landung vor den Flugmodellen im einzigen Exemplar des Solo-Fox.
Nun war der Moment für Rene gekommen. Er ließ seinen
5,6m Fox
von Jörgs Wilga unter die Wolken schleppen um dann
mittels an
den Flügelspitzen montierten Rauchpatronen ebenfalls
Kunstflugfiguren an den Himmel zu zaubern. Herr Makula zeigte
sich außerordentlich beeindruckt und signierte danach gerne
das Seitenruder von Renes Fox und weitere Flugmodelle.
Es gab also Gründe genug, am Abend tüchtig zu feiern.
Leider ließ ein heftiges Gewitter den geplanten Grillabend
aller Teilnehmer buchstäblich „den Bach runtergehen“.
Also nahmen wir alle Räumlichkeiten des Vereinshotels in Anspruch
oder einfach gesagt: “Party in allen Sälen“. Roman
hatte einen Beamer besorgt und so konnten wir u.a. auch den Flug
des großen „Moazagotl“ von Michael Künzl
nacherleben, denn dort war eine Kamera mit geflogen. Nebenbei wurde
getestet, ob sich an der guten Qualität des regionalen Biers
der Marke Zywiec etwas verändert hat. Nee, hat es nicht – schmeckt
immer noch bestens…
Der griechischen Truppe wurden am Sonntag
als Prämie für
die weiteste Anreise kleine Flugmodellbausätze überreicht.
Eine Spende aller deutschen Piloten hatte das ermöglicht.
Die Jungs konnten es gut gebrauchen, war doch die Verlustrate
ihrer kleineren Segler beim Start im Schlepp relativ hoch. Hier
war der
Rasen für die Modelle einfach nicht kurz genug – ein
Schwachpunkt, welcher im nächsten Jahr unbedingt beseitigt
werden muss!
Und es gibt schon diverse Anfragen zum Termin 2005. Verwunderlich
ist das kaum, denn wer einmal am ZAR gewesen ist, der muss da
wieder hin.
Bis zum nächsten Jahr!
Ralf Gaida
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Interessante Links zum Thema:
www.glidezar.com
www.modelpartner.ig.pl
www.sonix-rc.com
http://www.modelmaking.pl VIDEO
von Mucha Doppelschlepp mit WILGA von Jörg Masche |