| BÜ 131
" Lerche",
Bausatz von der Firma "CARL GOLDBERG MODELS INC."
Die Bücker BÜ 131 wurde u.a. auch in den
USA nachgebaut. Hier gibt es entsprechende Modifizierungen, was
z.B. den eingesetzten Motor betrifft. Bei diesem Bausatz entsteht
das Modell eines solchen Nachbaus. Wer also ein besonderes Kunstflugzeug
sucht und nicht "super scale" braucht, der liegt hier
genau richtig.
Es
handelt sich hier um einen Holzbausatz, welchen ich uneingeschränkt
empfehlen kann. Der Bau des Modells geht Dank der absoluten Passgenauigkeit
aller Teile schnell voran. Die Pläne im Maßstab 1:1 lassen
keine Fragen offen, und die Bauanleitung hält, was der Name
verspricht. Die Tragflächen werden in Rippenbauweise erstellt,
welche von der Nasenleiste bis zum Holm beplankt werden. Sie werden
mit dem Mittelstücken dauerhaft verleimt, was aber bei dieser
Spannweite kein Transportproblem ergibt. Ich habe lediglich alle
Einschlagmuttern und Schrauben durch solche mit metrischem Gewinde
ersetzt. Es kann ja immer einmal ein Teil verloren gehen und somit
ist Ersatz kein Problem.
Der
Rumpf ist ebenfalls einfachste Holzbauweise. Als Rumpfrücken
hinter dem Cockpit wird ein 0,8 MM Sperrholz-Stanzteil verwendet,
welches keinerlei Nacharbeit erfordert. Schön gewässert
lässt es sich wunderbar über die Spanten legen und wird
durch Weißleim mit dem Rumpf verbunden. Das vordere Rumpfoberteil
ist komplett aus Kunststoff tiefgezogen. Nachdem alle Arbeiten im
vorderen Rumpfbereich erledigt sind, Befestigen des Baldachins für
die obere Tragfläche, versiegeln der Holzkonstruktion mit spritfestem
Lack, Tankeinbau usw., kann dieses Bauteil auf den Rumpf geklebt
werden. Somit ist man nach einigen Schleifarbeiten auch schon beim
Finish angelangt. Tragflächen, Leitwerk und der untere Rumpf
werden mit Folie bebügelt bzw. gefönt. Der obere Rumpf
muss lackiert werden. Ich habe dazu EKS Lack verwendet. Dieser Einkomponenten
Lack ist farblich auf Oracover Folie abgestimmt und absolut Kraftstofffest.
Man erkennt nicht den geringsten Farbunterschied zwischen Lack und
Folie.
Einziges
Manko an dem Bausatz ist die beigelegte Motorhaube. Dies besteht
aus zwei Tiefziehteilen aus "Joghurtbecher-Material".
Erfahrungsgemäß fängt dieses Material im Flugbetrieb
schnell an zu reißen. Deshalb habe ich diese Teile gleich
abgeformt und eine GFK-Motorhaube hergestellt. Ich fliege die Bücker
mit einem OS FS 91 Surpass. Damit geht schon mal fast alles. Loopings,
Rollen , Turns, Messerflug - die Bücker macht alles mit und
geht "wie auf Schienen". Senkrechtes Parken in der Luft
erfordert dann aber doch 20 ccm. Mit dieser Motorisierung wird das
Modell zu einem Kunstwerk ! Und da ja irgendwann immer der Sprit
zu Ende geht - Landung ist auch kein Problem. Man kann diesen Doppeldecker
atemberaubend langsam machen. Hat man sich verschätzt, nimmt
er einfach die Nase runter - die unterschiedliche EWD der Tragflächen
macht's möglich.
Noch
ein letzter Tip zur Motoraufhängung. Meine Bücker hat
in etwa 50 Flugstunden zwei Schwinggummi-Aufhängungen verschlissen.
Jetzt habe ich den Motor auf dem Original OS Träger befestigt.
Dieser ist mit D-Lock Gummis von PETRAUSCH am Motorspannt befestigt.
Das hat sich als dauerhafte Lösung absolut bewährt. Und
mit dem Dreikammer-Dämpfer von MERKER unsichtbar unter der
Motorhaube, wird das Modell auch vom Geräusch her ein Genuss! |