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>> Baubeschreibung Bü 131 "Lerche" <<

Baubeschreibung von: Ralf Gaida, Rangsdorf
eingereicht am: 10. Februar 2002
Kontakt: per e-mail
Bemerkungen: Vorsitzender der Sparte Modellbau des Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V.
   
  Technische Daten
Spannweite: 1650 mm
Länge: 1450 mm
Fluggewicht: 4,5 bis 5,5 Kg
Motor: 15 - 20 ccm Viertakt
BÜ 131 " Lerche",
Bausatz von der Firma "CARL GOLDBERG MODELS INC."

Die Bücker BÜ 131 wurde u.a. auch in den USA nachgebaut. Hier gibt es entsprechende Modifizierungen, was z.B. den eingesetzten Motor betrifft. Bei diesem Bausatz entsteht das Modell eines solchen Nachbaus. Wer also ein besonderes Kunstflugzeug sucht und nicht "super scale" braucht, der liegt hier genau richtig.

Es handelt sich hier um einen Holzbausatz, welchen ich uneingeschränkt empfehlen kann. Der Bau des Modells geht Dank der absoluten Passgenauigkeit aller Teile schnell voran. Die Pläne im Maßstab 1:1 lassen keine Fragen offen, und die Bauanleitung hält, was der Name verspricht. Die Tragflächen werden in Rippenbauweise erstellt, welche von der Nasenleiste bis zum Holm beplankt werden. Sie werden mit dem Mittelstücken dauerhaft verleimt, was aber bei dieser Spannweite kein Transportproblem ergibt. Ich habe lediglich alle Einschlagmuttern und Schrauben durch solche mit metrischem Gewinde ersetzt. Es kann ja immer einmal ein Teil verloren gehen und somit ist Ersatz kein Problem.

Der Rumpf ist ebenfalls einfachste Holzbauweise. Als Rumpfrücken hinter dem Cockpit wird ein 0,8 MM Sperrholz-Stanzteil verwendet, welches keinerlei Nacharbeit erfordert. Schön gewässert lässt es sich wunderbar über die Spanten legen und wird durch Weißleim mit dem Rumpf verbunden. Das vordere Rumpfoberteil ist komplett aus Kunststoff tiefgezogen. Nachdem alle Arbeiten im vorderen Rumpfbereich erledigt sind, Befestigen des Baldachins für die obere Tragfläche, versiegeln der Holzkonstruktion mit spritfestem Lack, Tankeinbau usw., kann dieses Bauteil auf den Rumpf geklebt werden. Somit ist man nach einigen Schleifarbeiten auch schon beim Finish angelangt. Tragflächen, Leitwerk und der untere Rumpf werden mit Folie bebügelt bzw. gefönt. Der obere Rumpf muss lackiert werden. Ich habe dazu EKS Lack verwendet. Dieser Einkomponenten Lack ist farblich auf Oracover Folie abgestimmt und absolut Kraftstofffest. Man erkennt nicht den geringsten Farbunterschied zwischen Lack und Folie.

Einziges Manko an dem Bausatz ist die beigelegte Motorhaube. Dies besteht aus zwei Tiefziehteilen aus "Joghurtbecher-Material". Erfahrungsgemäß fängt dieses Material im Flugbetrieb schnell an zu reißen. Deshalb habe ich diese Teile gleich abgeformt und eine GFK-Motorhaube hergestellt. Ich fliege die Bücker mit einem OS FS 91 Surpass. Damit geht schon mal fast alles. Loopings, Rollen , Turns, Messerflug - die Bücker macht alles mit und geht "wie auf Schienen". Senkrechtes Parken in der Luft erfordert dann aber doch 20 ccm. Mit dieser Motorisierung wird das Modell zu einem Kunstwerk ! Und da ja irgendwann immer der Sprit zu Ende geht - Landung ist auch kein Problem. Man kann diesen Doppeldecker atemberaubend langsam machen. Hat man sich verschätzt, nimmt er einfach die Nase runter - die unterschiedliche EWD der Tragflächen macht's möglich.

Noch ein letzter Tip zur Motoraufhängung. Meine Bücker hat in etwa 50 Flugstunden zwei Schwinggummi-Aufhängungen verschlissen. Jetzt habe ich den Motor auf dem Original OS Träger befestigt. Dieser ist mit D-Lock Gummis von PETRAUSCH am Motorspannt befestigt. Das hat sich als dauerhafte Lösung absolut bewährt. Und mit dem Dreikammer-Dämpfer von MERKER unsichtbar unter der Motorhaube, wird das Modell auch vom Geräusch her ein Genuss!

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